Über uns

Seit 1974 ist das Theater an der Weinstraße e.V. jeden Sommer auf der Freilichtbühne der Klosterruine Limburg aktiv. Der Theaterverein besteht aus ca. 80 Menschen zwischen 7 und 77 Jahren und ist offen für alle, die an Theater auf, hinter und neben der Bühne interessiert sind.

Hinter dem Kürzel TadW e.V. stehen Amateur-Schauspieler sowie eine nicht minder wichtige Crew aus Technikern für Bühne, Beleuchtung und Ton. Wechselnde, oft professionelle Regisseure setzen mit dem Ensemble verschiedenste Stücke aller Genres als Freilicht-Versionen auf der Klosterruine Limburg in Szene. Von klassischen Stücken wie „Romeo und Julia“ 1974 über Kult-Inszenierungen wie „Blues Brothers“ 2009 bis hin zur diesjährigen Komödie „Der eingebildet(e) Kranke“ von Moliére ist das Theater in allen Bereichen der darstellenden Künste wie auch der Musik und der Bühnengestaltung unterwegs.

Das Bad Dürkheimer Theater versteht sich als soziokulturelle Instanz für die ganze Region. Unsere Bühne ist eine gemeinnützige Institution, die sich in der Gesellschaft engagiert und Bad Dürkheim, speziell die Klosterruine Limburg, als seine Heimat begreift. Wir sind aktives Mitglied im Verband deutscher Freilichtbühnen.

Neben den Sommeraktivitäten stehen auch im restlichen Jahr Theaterproduktionen für Jung und Alt auf dem Spielplan. In verschiedenen Spielstätten in Bad Dürkheim und der Region zeigt das TadW seine Inszenierungen, so etwa letzten Winter „Das fliegende Klassenzimmer“ von Erich Kästner im Dürkheimer Haus. 2017 haben wir mit „FAUST Approx“ den SCHAPPO Amateurtheaterpreis des Rhein-Pfalz-Kreises gewonnen.

Das Theater möchte mit seinen Produktionen unterhalten, aber auch Themen unserer Zeit behandeln. Wenn durch die Aufführungen Gewinne erwirtschaftet werden, dienen diese als Rücklage oder Ausgangspunkt für die nächsten Aktivitäten.

 

 

Ausführlicher Text:

Seit 1974 ist das Theater an der Weinstraße e.V. Bad Dürkheim jeden Sommer auf der Freilichtbühne der Klosterruine Limburg aktiv. Der Theaterverein besteht aus ca. 80 Menschen zwischen 7 und 77 Jahren und ist offen für alle, die an Theater auf, hinter und neben der Bühne interessiert sind.

Hinter dem Kürzel TadW e.V. stehen Amateur-Schauspieler*innen sowie eine nicht minder wichtige Crew von Technikern*innen für Bühne, Beleuchtung und Ton.

Ganze Familien verbringen ihre Freizeit von Frühjahr bis Sommer auf den Theater-Brettern in der historischen Umgebung. Unser treues Publikum besucht uns teilweise schon in der Probenphase.

Wir hatten bisher in 44 Jahren mit 54 Produktionen und etwa 365 Aufführungen nur zwei Freilicht-Veranstaltungen, die wegen schlechter Wetterbedingungen auf der Limburg abgesagt werden mussten. Sowohl die Spieler*innen, als auch unsere Zuschauer*innen haben aber bei einigen Aufführungen Wind und Wetter mit kurzen aber heftigen Regengüssen ohne Überdachung aushalten dürfen. Das sind gemeinsame Erlebnisse, die unsere Zuschauer*innen mit uns teilen und uns miteinander verbinden.

Das Theater hat sich schon in seiner Satzung von 1976, verstärkt in der Neufassung von 2017, der Förderung dramatischer Werke verpflichtet. Wie aus unserer Chronik (http://www.tadw.de/chronik) zu entnehmen ist, haben wir immer wieder klassische Stücke von Shakespeare über Goethe bis Goldoni und Brecht für die Freilichtbühne bearbeitet und aufgeführt, sind aber auch dramatisierten Romanen (z.B. von Dumas, Dickens, Ende, Eco oder Stocker) und modernen Stücken wie auch Musicals (z.B. „Black Rider“, „Anatevka“ und „Blues Brothers“) nicht aus dem Weg gegangen. Dabei haben wir mit den Inszenierungen nicht so sehr den Zeitgeist und vorprogrammierten Publikumsgeschmack im Blick gehabt, sondern sind immer auch das Risiko eingegangen, dass wir Stücke und Themen auswählten, die unser Publikum erst kennenlernen mussten. Wir haben Inszenierungen ermöglicht, die den Machern alle künstlerischen Freiheiten gaben - auch die des Scheiterns. Die Regisseure*innen und die Vereinsführung haben in all den Jahren das Kunststück vollbracht wagemutig und künstlerisch zu arbeiten. Inszenierungen wie z.B. „Unter dem Milchwald“ von Dylan Thomas oder „Marat Sade“ von Peter Weiss waren riskante Unternehmungen, deren finanzielle Ergebnisse am Ende der Freilichtsaison die nächste Produktion in Frage stellen können. Die Basis für den „Wagemut“ waren die Menschen, ohne deren Fähigkeiten die Inszenierung nichts ist. Der Wagemut wurde durch unser Publikum immer honoriert.

Die Stückauswahl wurde und wird von den interessierten Mitgliedern in demokratischen Abstimmungen getroffen. Die künstlerische Verantwortung übernehmen zum Teil professionelle Regisseure*innen. Aber auch Vereinsmitglieder übernehmen künstlerische und soziale Verantwortung und inszenieren Stücke. Neben den Sommeraktivitäten stehen auch im restlichen Jahr Theaterproduktionen für Jung und Alt auf dem Spielplan. In verschiedenen Spielstätten in Bad Dürkheim und der Region zeigt das TadW e.V. seine Inszenierungen, so etwa 2012 „Eine Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens oder im Jahr 2017 „Das fliegende Klassenzimmer“ von Erich Kästner im Dürkheimer Haus.

Zusätzlich haben wir 2017 am „SCHAPPO“ Amateurtheaterwettbewerb des Rhein-Pfalz-Kreises mit „FAUST Approx“ von Emanuel J. Horscht, einem Boxkampf in 12 Runden zum Thema Ende, Tod und Abschied, teilgenommen. Wir haben sowohl den SCHAPPO Fachjurypreis als auch den Publikumspreis gewonnen.

Das Bad Dürkheimer Theater versteht sich als soziokulturelle Instanz für die ganze Region. Wir sind aktives Mitglied im Verband deutscher Freilichtbühnen und arbeiten in Bad Dürkheim in verschiedenen kulturellen Initiativen mit. Das Theater möchte mit seinen Produktionen unterhalten, aber auch Themen unserer Zeit behandeln. Wir wollen bestehende Zustände in Frage stellen und kritisch reflektieren. Gerade in einer immer mehr durch die Medien gesteuerten Zeit, sehen wir das Medium Theater als Möglichkeit den Menschen wichtige Werte zu vermitteln, die in dieser Form nicht mehr alltäglich sind.

Unsere Bühne ist eine gemeinnützige Institution, die sich in der Gesellschaft engagiert und Bad Dürkheim, speziell die Klosterruine Limburg, als ihre Heimat begreift. Wir haben immer so viel Finanzmittel behalten oder erwirtschaftet, dass auch die nächste Produktion noch möglich war. Wenn durch die Aufführungen Gewinne erwirtschaftet werden, dienen diese als Rücklage oder Ausgangspunkt für die nächsten Aktivitäten.